Vorgeschichte
Der »Kleine Michel« heißt eigentlich St. Ansgar und St. Bernhard. Dies bezieht sich auf den als »Apostel des Nordens« verehrten ersten Hamburger Bischof Ansgar aus dem 9. Jahrhundert und auf den bedeutenden Abt Bernhard des Zisterzienser-Klosters in Clairvaux. Er war als Theologe und Ordensmann bedeutend, aber auch bekannt als Kreuzzugsprediger von europäischer Reichweite.
Ein erster, kleiner Kirchenbau entstand 1600 als Friedhofskapelle und wurde schon fünf Jahre später durch einen etwas größeren Neubau ersetzt.
Nachdem man ab 1616 die benachbarte neue große St. Michaelis-Kirche nutzte, verfiel der kleinere Bau nach und nach und wurde 1747 abgerissen. Doch nur wenige Jahre später, 1754–1757, wurde der Kleine Michel neu gebaut, denn ein Feuer hatte die große St. Michaelis-Kirche vernichtet, und man brauchte ein Provisorium für die Gottesdienste.
Ab 1807 wurden im Kleinen Michel katholische Gottesdienste gefeiert, und 1825 erwarb die Gemeinde mit Unterstützung des Senats das Gebäude dauerhaft – der Kleine Michel ist damit die erste katholische Kirche in Hamburg nach der Reformation.



Am 11. März 1945 wurde die Kirche durch Bomben zerstört.

